Mittwoch, 25.11.2020
Freiwillig und sozial
Tim Kress über seine Tätigkeit als Abteilungsleiter Freiwilligendienste beim VfR
Bild: Nohe
(mk) Der VfR ist weit mehr als ein normaler Fußballverein, der nur darauf fixiert ist, Woche für Woche drei Punkte mit seinen Teams einzufahren. Mittlerweile sind die Blau-Weiß-Roten eine sozial-gesellschaftliche Institution in Mannheim, engagieren sich mit ihren Freiwilligendienstlern in Bildungseinrichtungen und treiben wohltätige Projekte voran. Maßgeblichen Anteil an dieser positiven Entwicklung hatte Klaus Daniel, der sich knappe drei Jahre den eben erwähnten Tätigkeiten widmete und nun als „staatlich anerkannte Sportfachkraft“ eine neue berufliche Herausforderung sucht. An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal recht herzlich bei Klaus für sein unermüdliches Engagement bedanken.
Sein Nachfolger, Tim Kress, ist felsenfest entschlossen, den eingeschlagenen Weg nahtlos fortzusetzen und weitere Projekte voranzutreiben. Tim nahm sich netterweise für ein kurzes Gespräch Zeit und erklärte dem Team der VfR-Öffentlichkeitsarbeit, wie sein Tätigkeitsfeld aussieht, welche Herausforderungen zu bewältigen sind und welche Projekte derzeit so anstehen. Hierfür möchten wir uns bei Tim recht herzlich bedanken.
Hallo Tim, wie kam es dazu, dass Du die Nachfolge von Klaus Daniel angetreten bist?
Kress: Ich habe bereits im letzten Jahr ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) beim VfR absolviert und viel Freude an dieser Tätigkeit entwickelt. Dadurch entstand die Idee, mein duales Studium in Sportmanagement beim VfR zu absolvieren. Mit diesem Vorschlag rannte ich beim Verein offene Türen ein. Sowohl Boris Scheuermann (Präsident), als auch Andreas Brameier (Geschäftsführer) waren von dem Unterfangen „VfR als Ausbildungsmöglichkeit“ angetan und unterstützen mich sehr. Aufgrund dessen war ich dann auch für die Nachfolge von Klaus Daniel prädestiniert, obwohl ich ihn natürlich weiterhin sehr gerne an meiner Seite gehabt hätte.
Nun bist Du Abteilungsleiter der FWD Sektion des VfR. Wie sieht so die klassische Arbeitswoche in Deiner neuen Funktion aus?
Kress: In meinem dualen Studiengang ist die Woche zweigeteilt. Von Montag bis Mittwoch verbringe ich die Zeit beim VfR, während Donnerstag und Freitag für die Uni bestimmt sind. Wenn ich beim VfR physisch anwesend bin, startet der Tag meistens um 9:00 Uhr in der Holzhütte, wo eine Lagebesprechung mit den Freiwilligendienstlern stattfindet. Nach den morgendlichen Meetings verrichten wir noch Vereinsarbeit, putzen und räumen auf. Während die Freiwilligendienstler sich ab 11:00 Uhr in ihre Bildungseinrichtungen begeben, widmen sich mein Partner, Jakob Kappler, und ich dem Management. Wir beschäftigen uns unter anderem mit Zuschüssen für den Freiwilligendienst und den Verträgen mit den Schulen. Natürlich muss sich der Abteilungsleiter auch um die gerade aktiven Freiwilligendienstler kümmern und gucken, ob der Ablauf reibungsfrei funktioniert. Die Tage beim VfR sind auf jeden Fall prall gefüllt. Manchmal arbeite ich sogar bis 18:30 Uhr.
Wie könnt Ihr während des Lockdowns Eurem Engagement in den Bildungseinrichtungen nachkommen? Gibt es Komplikationen, die dies erschweren?
Kress: Ja. Einige Schulen wollen aufgrund der anvisierten Kontaktreduzierung, dass wir bis Januar keine AGs mehr durchführen. Andere Schulen möchten wiederum, dass wir unter strengen Regeln unsere Tätigkeit weiter ausüben. Man kann sagen, dass der Lockdown unsere Arbeit zwar erschwert, wir unterm Strich aber trotzdem klar kommen.
Die FWD Abteilung des VfR betreut nicht nur die Kinder in den jeweiligen Bildungseinrichtungen, sondern ist darüber hinaus noch in etlichen anderen sozialen Tätigkeiten involviert. Kannst Du mal ein Überblick geben, welche Projekte aktuell angegangen werden?
Kress: Ganz oben auf unserer Prioritätenliste steht das Bolzplatzprojekt. Wir wollen in den sozialen Brennpunkten die Kinder von der Straße holen und diese auf die Bolzplätze lotsen. Ein großes Dankeschön möchte ich hiermit an Christian Kühnle (Vorsitzender der Soccer-Kids) aussprechen. Er ist im Bolzplatzprojekt zweifelsohne die tragende Instanz. Es gibt aber auch noch viele andere Projekte, die im Visier sind und kommendes Jahr umgesetzt werden sollen: Da wären vor allem die Nachmittagsbetreuung für Kinder und das Generationencafé. Corona erschwert die Umsetzung zwar ein wenig, ich bin aber optimistisch, dass wir das 2021 sehr gut auf die Reihe bekommen werden.
Vielen Dank für das Gespräch
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